11 · VERWALTUNG
Verwaltung – Das Amt der Möglichmacher
Die immense Nachrichtenflut und die vielen Gespräche der vergangenen Wochen zeigen, wie häufig Bürger und Unternehmen Verwaltungsentscheidungen als unnötige Blockade erleben. Deshalb stellen wir gemeinsam mit den Beschäftigten die entscheidenden Fragen: Warum geraten Verfahren ins Stocken? Welche rechtlichen, organisatorischen oder persönlichen Unsicherheiten stehen dahinter? Und wie können wir sie beseitigen? Schließlich liegt eine schnelle, rechtssichere Lösung auch im Interesse der Verwaltung selbst.
Dafür entwickeln wir gemeinsam ein klares Verwaltungsprofil: den Möglichmacher. Die entscheidende Antwort lautet nicht mehr „Das geht nicht“, sondern: „Unter welchen Bedingungen ist es möglich?“ Klare Zuständigkeiten, sichere Entscheidungskorridore, verantwortbar genutzte Ermessens- und Toleranzspielräume sowie verlässliche Rückendeckung nehmen den Beschäftigten Ängste und persönlichen Entscheidungsdruck. Sie sollen wieder Freude daran haben, Papenburg mitzuentwickeln, gute Lösungen zu finden und Ergebnisse sichtbar zu machen.
Jedes größere Vorhaben erhält einen Verfahrenslotsen. Er begleitet den Antragsteller vom ersten Gespräch bis zur Entscheidung und bringt ihn direkt mit den zuständigen Fachleuten der Verwaltung, Experten für gesetzliche Vorgaben und weiteren Beteiligten zusammen. Bei Unternehmensprojekten sitzt auch der Unternehmer mit am Tisch. Gemeinsam wird innerhalb des geltenden Rechts die beste Lösung für Bürger, Unternehmen, Stadt und Verwaltung entwickelt. Die beteiligten Fachbereiche arbeiten parallel, während der Lotse Zuständigkeiten, Unterlagen, Termine und Entscheidungen koordiniert.
Klare städtische Entwicklungsstandards schaffen wiederkehrende Lösungen, die nicht bei jedem Vorhaben neu erfunden werden müssen. Frühzeitige Beratung ersetzt die späte Ablehnung. Musterunterlagen, nachvollziehbare Grundsatzentscheidungen und externe technische Vorprüfungen geben allen Beteiligten zusätzliche Sicherheit. Die hoheitliche Entscheidung bleibt bei der Verwaltung.
Auch die Kommunikation wird neu ausgerichtet. Der Weg führt weg vom Ignorieren und Nichtinformieren. Betroffene Bürger werden frühzeitig einbezogen; zugleich erhalten alle Interessierten in geeigneten Gesprächsformaten die Möglichkeit, Projekte kennenzulernen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Ehrliche Demokratie bedeutet: Verwaltung und Stadtführung arbeiten für die Menschen und erklären nachvollziehbar, was entschieden wird, warum es entschieden wird und wie es weitergeht.
Bearbeitungsziele und durchschnittliche Bearbeitungszeiten werden veröffentlicht. Digitale Statusanzeigen zeigen, wo sich ein Antrag befindet, was noch fehlt und welcher Schritt als Nächstes folgt. Persönliche Beratung, Telefon und analoge Anträge bleiben erhalten. Beschäftigte werden bei Digitalisierung, neuen Verfahren und KI-Testphasen von Beginn an beteiligt.
So entsteht eine Verwaltung, die rechtssicher arbeitet, Verantwortung übernimmt und Lösungen möglich macht. Sie gibt ihren Mitarbeitern Sicherheit und Freude an guter Arbeit, begleitet Bürger und Unternehmen verlässlich und wird zu einer der stärksten Partnerinnen für Papenburgs zukünftige Entwicklung.