3 · GESUNDHEIT
Gesundheit – Medizinische Versorgung langfristig sichern
Papenburgs medizinische Versorgung steht vor einem absehbaren Engpass. Ein erheblicher Teil der niedergelassenen Ärzte nähert sich dem Ruhestand; einige arbeiten bereits über das übliche Rentenalter hinaus. Gespräche mit Dr. Volker Eissing und Andreas Hövelmann bestätigen den Handlungsbedarf und zeigen, welche Möglichkeiten Papenburg bereits besitzt. In den vergangenen fünf Jahren ist auf diesem Gebiet zu wenig passiert. Der aktuelle FDP-Antrag zur medizinischen Versorgung macht den bestehenden Handlungsbedarf noch einmal deutlich.
Wir können uns nicht darauf verlassen, dass der Landkreis Emsland oder die übergeordnete Bedarfsplanung alle Probleme für Papenburg löst. Die Stadt muss selbst mehr organisieren, vorhandene Partner verbinden und eigene Lösungen unterstützen. Die benachbarten Gemeinden Rhede und Dörpen zeigen, dass kommunale Initiative auch in kleineren Orten funktionieren kann.
Mit dem Campus Papenburg bestehen hervorragende Möglichkeiten, zusätzliche Gesundheitsfachkräfte auszubilden, dauerhaft in der Region zu halten und freie Kapazitäten für Fachärzte zu schaffen. Vor allem der stärkere Einsatz von Physician Assistants könnte Ärzte von delegierbaren Aufgaben entlasten und ihnen mehr Zeit für die eigentliche medizinische Behandlung geben. Dr. Eissing setzt dieses Modell bereits erfolgreich ein. Deshalb soll der Campus gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden.
Das Ziel ist, vorhandene medizinische Kapazitäten besser zu nutzen, Abläufe zu optimieren, Wartezeiten zu verkürzen und die Versorgung in der Stadt zu verbessern. Ärzte, Krankenhaus, Pflege, Campus, Hochschulen und Unternehmen sollen dafür stärker zusammenarbeiten und Papenburg gemeinsam für die zukünftigen Herausforderungen der medizinischen Versorgung rüsten. Wir besitzen dafür hervorragende Möglichkeiten – wir müssen sie jetzt gemeinsam umsetzen.